Podman ist eine moderne Container-Engine, die häufig als Alternative zu Docker genannt wird. Besonders unter Linux spielt Podman seine Stärken aus, da es daemonlos arbeitet und Container auch rootless ausführen kann.
In diesem Beitrag erkläre ich Schritt für Schritt, wie Podman unter Linux installiert wird, welche Unterschiede es zu Docker gibt und wie du nach der Installation überprüfst, ob alles korrekt funktioniert.
Was ist Podman?
Podman ist ein Open-Source-Tool zur Verwaltung von Containern und Images. Es wurde ursprünglich von Red Hat entwickelt und ist heute ein zentraler Bestandteil vieler moderner Linux-Distributionen.
Wichtige Eigenschaften von Podman:
- Kein zentraler Daemon notwendig
- Container können ohne Root-Rechte ausgeführt werden
- Docker-kompatible CLI
- Kompatibel mit OCI-Standards
- Sehr gut geeignet für Kubernetes-Workflows
Gerade in sicherheitskritischen Umgebungen oder auf Servern ist Podman oft die bevorzugte Wahl.
Voraussetzungen
Für die Installation von Podman benötigst du:
- Ein Linux-System (z. B. Ubuntu, Debian, Fedora, RHEL)
- 64-Bit Architektur
- Root- oder sudo-Rechte für die Installation
Podman unter Ubuntu installieren
Unter Ubuntu ist Podman direkt über die offiziellen Paketquellen verfügbar.
sudo apt update
sudo apt install podmanNach der Installation kannst du die Version prüfen:
podman --versionPodman unter Debian installieren
Auch unter Debian lässt sich Podman über die Standard-Repositories installieren (abhängig von der Debian-Version).
sudo apt update
sudo apt install podmanFalls eine neuere Version benötigt wird, empfiehlt sich die offizielle Podman-Dokumentation.
Podman unter Fedora installieren
Fedora bringt Podman häufig bereits vorinstalliert mit. Falls nicht, ist die Installation sehr einfach:
sudo dnf install podmanFedora gilt als Referenzplattform für Podman und bietet in der Regel sehr aktuelle Versionen.
Podman rootless nutzen (empfohlen)
Ein großer Vorteil von Podman ist die Möglichkeit, Container ohne Root-Rechte auszuführen. In den meisten Fällen funktioniert das direkt nach der Installation.
Test als normaler Benutzer:
podman infoFalls es hier zu Fehlern kommt, müssen ggf. Subuid/Subgid konfiguriert werden:
sudo usermod --add-subuids 100000-165535 $USER
sudo usermod --add-subgids 100000-165535 $USERAnschließend neu anmelden.
Ersten Container mit Podman starten
Nach der Installation teste ich Podman immer mit einem einfachen Container:
podman run hello-worldWenn die Hello-World-Ausgabe erscheint, ist Podman korrekt installiert.
Podman vs. Docker – kurz erklärt
| Podman | Docker |
|---|---|
| Kein Daemon | Zentraler Daemon |
| Rootless möglich | Standardmäßig Root |
| CLI Docker-kompatibel | Eigene CLI |
| Stark Kubernetes-orientiert | Stark Entwickler-fokussiert |
Viele Docker-Befehle lassen sich 1:1 mit Podman nutzen. Oft reicht es sogar, docker durch podman zu ersetzen.
Häufige Probleme
Permission denied
In den meisten Fällen liegt das an fehlender Rootless-Konfiguration oder fehlenden Subuids/Subgids.
Images lassen sich nicht starten
Prüfe, ob dein Kernel User Namespaces unterstützt und ob ausreichend Speicher vorhanden ist.
Weiterführende Links
Ausblick: Im nächsten Beitrag zeige ich, wie sich bestehende Docker-Workflows auf Podman umstellen lassen und wie Podman in Kubernetes-Umgebungen eingesetzt wird.